Welche Saunaarten gibt es?

Jeder kennt sie, viele lieben sie – die Sauna. Wer aber den Überblick im Saunadschungel behalten will, benötigt bei der großen Auswahl verschiedener Saunatypen zumeist etwas Hilfe. Wir bringen Licht ins Dunkel und erklären hier kurz die typischen Sauna Arten.

Welche Sauna ist die Richtige für mich?

4 Saunaarten, die jeder kennt

In der finnischen Sauna ist die Luft typischerweise heiß und trocken. Es herrschen Temperaturen zwischen 80 und 100 Grad Celsius und die Luftfeuchtigkeit liegt bei geringen 10 bis 30 Prozent. Gegen Ende des Saunagangs findet typischerweise ein Aufguss statt

Die Biosauna, auch Sanarium genannt, ist eine Sauna mit mildem, feuchtem Klima. Der typische Temperaturbereich liegt zwischen 45 und 60 Grad Celsius. Die Luftfeuchtigkeit liegt in der Regel zwischen 40 und 55 Prozent, kann im Ausnahmefall aber auch deutlich höher liegen. Typisch für die Biosauna sind aromatische Aufgüsse.

Eine Infrarotsauna erzielt bereits bei deutlich niedrigeren Temperaturen einen ähnlichen Effekt wie die finnische Sauna. Der Grund dafür liegt in der Unterschiedlichen Technik. Durch die Infrarotstrahler ensteht eine angenehme Tiefenwärme im Körper, die Umgebungsluft bleibt dabei deutlich kühler. Die durchschnittliche Temperatur in einer Infrarotsauna beträgt zwischen 35 und 50 Grad Celsius. Somit ist diese Art der Sauna auch für Menschen mit Kreislaufproblemen besser geeignet.

In einem einem Dampfbad liegt die Lufttemperatur deutlich niedriger als bei den klassischen Saunen, dafür ist die Luftfeuchtigkeit bei nahezu 100%, was wiederum dazu führt, dass die gefühlte über der tatsächlichen Temperatur von „nur“ 40 bis 50 Grad Celsius, liegt. Dampfbäder eignen sich dadurch besonders für Menschen, die unter Atemwegerkrankungen leiden. Das Inhalieren der feuchten, warmen Luft kann einen positiven Effekt auf die Lunge und die Bronchien haben.

Welche Saunaart eignet sich für Anfänger?

Allen Saunaeinsteigern empfehlen wir, es langsam angehen zu lassen. In einer finnischen Sauna herrschen bis zu 100 Grad Celsius, in Kombination mit der extrem niedrigen Luftfeuchtigkeit kann dies zu Beginn den Körper überfordern. Für den gemäßigten Einstieg bietet sich daher die Biosauna oder eine Dampfsauna an. Die niedrigeren Temperaturen von 45 bis 60 Grad Celsius und die höhere Luftfeuchtigkeit helfen dem Körper, sich langsam an die hohen Temperaturen zu gewöhnen.

Achten Sie auch darauf, den Saunagang zu Beginn kürzer zu halten, wir empfehlen hier ca. 3 bis 5 Minuten, die Sie dann langsam steigern können. Wichtig ist auch die Abkühlphase nach dem Saunieren, Vermeiden Sie anfangs zu starke Temperaturreize, lassen Sie Ihren Körper langsam abkühlen und duschen Sie nicht zu kalt.

Weitere Saunaarten

  • Babysauna
  • Erdsauna
  • Banja
  • Caladarium
  • Tepidarium
  • Hamam

Der Saunagang

Der Saunagang sollte nicht länger als 15 Minuten dauern. Danach braucht unser Körper eine ungefähr halbstündige Pause zur Erholung. Die beste Wirkung kann erzielt werden, wenn der aufgeheizte und ausgeschwitzte Körper direkt im Anschluss runtergekühlt wird. Augen zu und rein ins eiskalte Wasser. Für Mutige steht meist auch Eiswasser bereit.

Das Saunieren gehört bereits fest zur Kultur, zu jedem Wellnessangebot und kann bereits in vielen heimischen Badezimmern genossen werden.